Seit Monaten löst ein Blick auf die internationalen Telekommunikationswerte nur ein müdes Lächeln bei den Analysten aus. „Da geht nix“ kann der allgemeine Tenor zusammengefasst werden. Auch fast 5% Dividendenrendite verhalten Deutscher Telecom, oder der französischen France Telekom nicht zu einem Kursaufschwung.
Zu wenige Innovationen, keine zündenden Vermarktungsideen, Kundenschwund und andauernde Diskussionen mit Arbeitnehmervertretung, Politik und Gewerkschaften haben eine abschreckende Wirkung auf Investoren und private Anleger ausgeübt. Der beständige Sinkflug des Börsenwertes der Deutschen Telekom war des Öfteren das Thema der allgemeinen Berichterstattung.
In dem Einstieg der Private Equity Gesellschaft Blackstone (klassische Heuschrecken nach Mütefering, willkommene Investoren nach Steinbrück) erkannten viele Anleger so etwas wie einen Silberstreifen am Horizont. Geholfen hat es wenig, auch Blackstone ist bisher eher schlecht mit dem Investment gefahren.
Mit der jetzt verkündeten Ablösung von Telekom-Chef Ricke zeichnet sich so etwas wie ein Gesinnungswandel ab. Ricke, seit 4 Jahren an der Spitze des Telekomriesen hatte es bisher vermieden in offener Konfrontation mit Politik und Gewerkschaften den Schnitt zu vollziehen und das Unternehmen an die Realität anzupassen. Eine kürzlich gestartete Produktinnovation ist lediglich eine Reaktion auf den gestiegenen Druck des Wettbewerbs, der weiter Marge kostet, aber keinen dauerhaften Unternehmenserfolg garantieren kann. Der kann nur, so schlimm das für die Beteiligten auch klingen mag, über einen zügigen Personalabbau stattfinden.
Aus Reihen der SPD werden schon die ersten mahnenden Stimmen laut, die vor zu harten sozialen Einschnitten warnen. Es scheint, als hätten auch die für die Misere verantwortlichen politischen Kräfte begriffen, dass mit Ricke der Mann des Ausgleichs von Bord gehen wird. Der Neue, René Obermann, wird die „Bremsspuren“ der Vergangenheit nun aufholen und zügig den Umbau vorantreiben müssen. Ob dies gelingt wird nicht zuletzt auch an den gewerkschaftlich orientierten Kreisen der SPD hängen. Die Einwechslung Obermann für Ricke scheint aber ein Startsignal für Veränderungen zu sein.
Dass dies auch im Sinne der Bundesrepublik Deutschland sein muss, könnte sich unter Umständen auch bei den politisch Verantwortlichen als Gedanke durchgesetzt haben, schließlich möchte man gerne einen vernünftigen Preis für die restlichen bei der KfW geparkten Anteile erzielen. Und irgendwann vielleicht auch weitere staatliche Unternehmen an einen ausländischen Investor veräußern, da bekommt der Deal mit Blackstone einen Vorbildcharakter.
Das Thema Telekommunikation ist deutlich vernachlässigt worden. Zyklisch orientierte Anleger shiften bereits teilweise in diese Richtung um. Wer sich auch für ein Investment in Telekommunikationsfonds interessiert könnte zum Beispiel folgende Fonds genauer prüfen:
Fidelity Fonds Telecommunication – (ISIN LU0099575291), 5 S&P Fund Stars (Bestnote), regulärer Ausgabeaufschlag 5,25% , Aktuelle Investments: America Movil, Bellsouth Corp., Vodafone
Pictet Fonds Telecom P (ISIN LU0101692670), 5 S&P Fund Stars (Bestnote), regulärer Ausgabeaufschlag 5%, Aktuelle Investments: AT & T, Verizon Communications, Sprint Nextel
(Bei Interesse an dem Erwerb eines dieser oder auch 6.000 anderer Fonds bitte bei Fondsvermittlung24.de nach der Höhe des Rabatts auf den Ausgabeaufschlag und bis zu 100% sparen)

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