Studien sind was Feines. Je nachdem wer den Auftrag für die Befragung des gemeinen oder auch gerne mal speziellen Volkes gegeben hat, sorgt dafür, dass eine völlig neue oder andere Sicht der Dinge zustande kommt.
Eine aktuelle, repräsentative, Studie im Auftrag der Gothaer Lebensversicherung AG sorgt für ein nicht grade helles Bild der Deutschen. Nur etwa 50% der Deutschen wissen demnach wo eine Riester-Rente zu erwerben ist. Bei einer etwas genaueren Aufschlüsselung kommen verschiedene nicht minder merkwürdige Wissenslücken zu Tage. Ein Fünftel der Befragten vermutet die Bundesagentur für Arbeit zuständig, wenn es um den Erwerb der Riester-Rente geht, knapp ein Viertel der Befragten konnten spontan gar keine Anlaufstelle für den Erwerb der Riester Rente nennen und 6% wenden sich vertrauensvoll an den Deutschen Bundestag um dort eine passende Altersvorsorge zu erwerben.
Da passt es gut, dass 14% der Befragten glaube, dass „Riester“ ein Computerprogramm ist, welches die Rentenberechnung vornimmt.
Schuld an allem ist auch in diesem Falle die Politik. Die hat den Befragten zu immerhin 34% nicht gesagt wie „riestern“ funktioniert. 25% Sind nicht interessiert und weitere 15% der Befragten antworten „Auswandern“, wenn sie auf die Altersvorsorge angesprochen werden.
Sicherlich hatte die Gothaer Lebensversicherung AG diese Studie aus einem verkaufsfördernden Interesse in Auftrag gegeben. Herausgekommen ist ein eher desolates Bilder der deutschen Bevölkerung.
Bleibt nur zu hoffen, dass es irgendwann gelingt begreiflich zu machen, dass Informationen auch aus eigenem Antrieb ermittelt werden können und staatliche Fürsorge Grenzen hat. Welche Schlüsse die Gothaer Lebensversicherung AG für Ihren Vertrieb daraus gezogen hat bleibt offen, ein gewisses Kopfschütteln über die Informationsignoranz vieler Bürger darf aber sicherlich allen Lesern der Studienergebnisse unterstellt werden.

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