Der Aufschwung, so könnte man meinen macht es möglich, positive Nachrichten, soweit das Auge reicht. Während aus Kreisen der einen oder anderen Gewerkschaft bereits die ersten Drohgebärden hinsichtlich deutlicher Lohnerhöhungen sichtbar werden, steht es vor allem um die großen Unternehmen, welche sich deutlich schwerer mit der Anpassung an veränderte Marktbegebenheiten tun, nicht sonderlich gut.
Wie sooft ist auch gut relativ – während es bei der Deutschen Telekom zu einem spontanen Kurseinbruch ausreichend erscheint den operativen Gewinn von 20 Mrd. pro Jahr nicht zu erreichen (stattdessen nur 19 Mrd.), geht es bei Airbus um fast alles. Gleich zwei Norddeutsche Werke könnten im Zuge der Sanierung geschlossen werden, bis zu 5.000 Arbeitsplätze können in der ohnehin strukturschwachen norddeutschen Region verloren gehen. Der Standort Hamburg wäre von diesen Schließungen nicht betroffen, so ist den ersten Vorabmeldungen zu entnehmen, leichter wird die Situation für alle Beteiligten dadurch allerdings auch nicht.
Insgesamt scheint die Zeit der durch Globalisierung gesteuerten Konsolidierung noch lange nicht vorüber. Während die Luftfahrt boomt, während Unternehmen wie der Günstig-Flieger RyanAir oder Business-Flieger Deutsche Lufthansa, eine mehr oder weniger geordnete Expansion vorantreiben, gleiten die schwächeren wie Alitalia immer tiefer in Verlustzone.
Alles nicht besser als noch vor zwei Jahren?
So muss und darf das nicht gesehen werden. Steigende Börsennotierungen haben einen deutlich positiven Effekt auf das Konsumentenverhalten und die Strategie der Unternehmen ausgeübt. Während noch vor wenigen Jahren Unternehmen mit Absatz- und Liquiditätsproblemen „dicht gemacht“ wurden, sind günstige Übernahmen so gut wie unmöglich geworden. Es lohnt sich immer mehr in traditionelle Unternehmen mit großen Problemen zu investieren und diese wieder wettbewerbsfähig zu machen.
Die Beispiele Loewe Fernseher oder Märklin Eisenbahnen, welche mit Hilfe von Finanzinvestoren (Private Equity, bzw. Heuschrecken) wieder zurück zu operativen Wachstum gekehrt sind, lassen die Hoffnung zu, dass auch aus der aktuellen Konsolidierung der Multinationalen Konzerne neue Wachstums-Storys erwachsen werden.
Passende Investmentfonds?
Gibt es so etwas wie Turnaround Kandidaten Fonds? Die gibt es – unter Umständen wäre in für den Fall Alitalia und ähnliche Probleme sogar ein anderes Fondsprinzip das besser passende: Der Privatisierungsfonds.
Ein solches Produkt wird von der schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto angeboten, der Swisscanto (LU) Equity Fund Listed Private Equity (ISIN LU0234853389, Ausgabeaufschlag regulär 5%) investiert gezielt in Public to Private Storys.

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