Die als chinesischer Staatsfonds bekannte China Investment Corporation wird bis zu 9,9 Prozent der US-Amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley übernehmen wie die Bank jetzt mitteilte.
Morgan Stanley hatte im Zuge der US Hypotheken Krise erneut eine Abschreibung – diesmal in der Höhe von 9,4 Mrd. USD – vornehmen müssen. Für das laufende Geschäft bedeutet das einen Verlust von rund 3,6 Mrd. USD. Dass der Kurs der Anteilsscheine dennoch nicht deutlich gefallen ist, mag an dem Einstieg des CIC liegen. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft hatte der von Peking aus gesteuerte Fonds für rund 5 Milliarden USD einen Anteil von 9,9 Prozent an Morgan Stanley übernommen. Der neue Investor gab den Aktionären offensichtlich eine neue Perspektive, nach kurzer Schreckphase erholte sich der Kurs der Anteilsscheine auf das vor Veröffentlichungsniveau.
China Investment Corporation Fonds
Seit Jahren erzielt die Volksrepublik China höhere Einnahmen als Ausgaben, das daraus entstandene finanzielle Guthaben ist überwiegend in USD Dollar angelegt und wurde zu einem Teil in die China Investment Corporation für strategische Beteiligungen eingebracht. Für den mit rund 200 Mrd. USD Dollar Eigenkapital ausgestatteten Beteiligungsfonds ist Morgan Stanley bereits die zweite namhafte US amerikanische Beteiligung, bereits vor einigen Wochen hatte CIC für rund drei Milliarden US-Dollar ebenfalls etwa zehn Prozent an der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone erworben.
Morgan Stanley befindet sich mit seinen östlichen Kapitalgebern in bekannter Gesellschaft. Auch die Citigroup ließ sich von einem Investor, dem arabischen Emirat Abu Dhabi, eine Finanzspritze von 7,5 Milliarden Dollar gewähren. Die schweizer Großbank UBS hat ebenfalls bedingt durch die US Hypothekenkrise den Staatsfonds aus Singapur als neuen Investor gewonnen.

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