Die chinesische Wirtschaft wächst gegenüber dem Vorjahr mit reduziertem Tempo – was auf den ersten Blick nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung klingt ist in Zahlen gefasst für mitteleuropäische Verhältnisse nahezu unvorstellbar. 7,3 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein Traumwert, wie ihn Deutschland, Frankreich oder selbst die im letzten Jahrzehnt für starkes Wirtschaftswachstum gelobten USA schon seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde. Auch wenn diese 7,3 Prozent gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um rund 1 Prozent bedeuten, so zeigt sich die chinesische Wirtschaft doch äußerst robust gegenüber der internationalen Finanz- und Bankenkrise. Als Hauptproblem gilt denn hier auch die fehlende Nachfrage aus Europa und Amerika, welche allerdings durch ein 585 Milliarden schweres Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung zu unerwartet großen Teilen kompensiert wird.

Schnell umgesetzte Konjunkturmaßnahmen beleben Binnennachfrage

Das rasche Eingreifen in Verbindung mit einer deutlich gelockerten Kreditregelung bieten für chinesische Verbraucher derzeit sehr günstige Möglichkeiten sich mit typischen Konsumgütern einzudecken. Nachdem in den letzten Jahren vor allem Güter des täglichen Bedarfs und Wohnraum starken Nachfragezuwachs verzeichnen konnten, stehen momentan z.B. Autos als höherwertige Konsumgüter ganz weit vorne auf der Wunschliste und zeigen, dass das Land über eine schnell wachsende Mittelschicht gut verdienender Arbeitnehmer verfügt. Die positive Wirkung der Konjunktur belebenden Maßnahmen belegt z.B. die aktuelle Einzelhandelsstatistik, welche ein Umsatzwachstum von 14,8 Prozent ausweist und damit den allgemeinen Trend des sich verstärkenden Wachstums bestätigt.

Wirtschaftsanalysten wie z.B. Xing Zhiqiang von der China International Capital Corp. sehen deshalb die Talsohle der chinesischen Wirtschaft erreicht und stehen damit nicht alleine – chinesische Anleger und internationale Investoren, scheinen diesen Eindruck schon länger zu haben. So konnte die chinesische Börse in den letzten sechs Monaten eine deutliche Aufholbewegung verzeichnen, die darauf schließen lässt, dass viele Anleger das günstige Kursniveau für den Nachkauf chinesischer Aktien genutzt und sich damit bereits frühzeitig für den kommenden Aufschwung positioniert haben.

China Aktienfonds wieder stärker nachgefragt

Auch auf chinesische Aktien spezialisierte Aktienfonds, wie z.B. der FIVV-Aktien-China-Select-UI Acc (ISIN DE000A0JELL5) rücken wieder deutlicher in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Der auf chinesische Aktien spezialisierte Fonds, welcher gezielt in Titel investiert, die vornehmlich an den chinesischen Inlandsbörsen gehandelt werden, konnte in den letzten Woche nicht nur eine deutlich positive Wertsteigerung erzielen, sondern auch vermehrt neue Anleger für sich gewinnen. Das Konzept des vom Standort Peking aus gemanagten Fonds überzeugte nicht nur die Fachpresse, sondern auch immer mehr Fondsanleger.

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