Mit großer Mühe versuchen Regierungen weltweit ihren Bürgern das Vertrauen in das Finanzsystem im Allgemeinen und in Banken im Besonderen zurück zu geben. Dazu ist sogar bereit (stattliche) staatliche Bürgschaften in Milliardenhöhe zu begeben um strauchelnde Unternehmen und Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

In Momenten, in denen das Vertrauen dennoch weiter zu schwinden droht und ein Banken-Run zu befürchten steht, greift man sogar auf das allerletzte Mittel und verspricht eine Staatsbürgschaft für alle Kundeneinlagen (in Deutschland bekannt geworden als Merkel-Garantie).

Chinesische Regierung erklärt im Fernsehen wie Goldkauf funktioniert

Deutlich entspannter sieht man diese Situation in China. Dort erklärte die chinesische Regierung via Fernsehsendung sogar wie einfach es ist als Privatanleger physisches Gold zu erwerben. Damit die Bevölkerung von dem neu erworbenen Wissen auch Gebrauch machen kann, haben Chinas Banken Goldvorräte angelegt, die an Privatanleger verkauft werden sollen. Allerdings, so schreibt Fondsprofessionell, soll es sich bei diesen Goldvorräten um Goldbarren einer Mindestgröße von 500 Gramm (derzeit rund 11.300 Euro) handeln, was sich genau genommen nur eine sehr kleine Minderheit der chinesischen Bürger leisten kann.

Welches Ziel die chinesische Regierung mit dieser „Gold als Investment“-Aufklärung verfolgt ist aus dem Ausland schwer interpretierbar, allerdings könnte China mit der gestärkten Nachfrage des eigenen Volkes deutlichen Einfluss auf den weltweiten Goldpreis nehmen. Selbst wenn prozentual zur Bevölkerung nur ein sehr kleiner Teil der Bürger tatsächlich Gold kaufen würden, könnte dies das Goldangebot weiterhin deutlich verknappen.

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