Der Schock über den Einbruch der weltweiten Industriegüter Produktion war in den letzten Monaten deutlich anhand des Baltic Dry Index abzulesen. Der Index, der als Maßstab für die Entwicklung der internationalen Schiffstransport-Frachtraten gilt, verlor teilweise über 95% seines Wertes und erreichte im Dezember 2008 seinen Tiefstand mit 660 Punkten. In der Folge wurden Schiffsrouten, die mangels Transportnachfrage unattraktiv geworden waren pausiert, auch die Nachfrage nach Schiffsneubauten sank im Zuge der Krise drastisch, was nicht zuletzt die Anteilseigner von Schiffsbeteiligungen zu spüren bekamen.
300% Erholung zwischen Dezember und Februar
Wie schnell eine Erholung gehen kann, zeigt der aktuelle Stand des Baltic Dry Index. Mit rund 2.000 Punkten bzw. einer Erholung von rund 300% kehrte der Frachtraten-Index binnen weniger Wochen wieder auf einen Stand zurück, der zwar immer noch weit von alten Höchstständen entfernt ist, aber zumindest die maßlose Übertreibung der letzten Monate reguliert und positive Vorzeichen für die zukünftige Entwicklung verspricht. Auf diesem Niveau hatte sich der Index zuletzt im Jahr 2003 befunden als der lang anhaltende Anstieg bis auf 12.000 Punkte im Mai 2008 begonnen hatte.
Auch wenn die Aussicht für die Transportbranche nicht im selben Maße steigen wird, wie der Index, dürfen Anleger doch zumindest darauf vertrauen wieder akzeptable Charterraten mit der eigenen Schiffsbeteiligung zu erzielen. Angesichts dieser Entwicklung könnte es jetzt sogar ein passender Moment für eine Neuanlage in Schiffsbeteiligungen sein. Das größte Ungemach scheint überwunden, springt der internationale Handel, getrieben von Lohnerhöhungen und staatlichen Unterstützungsmassnahmen wieder an, sollte die Schiff-Fahrtsbranche auch in den nächsten Jahren wieder positive Wachstumsaussichten bieten.

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