Der erste Schiffsfonds, den das Hamburger Emissionshaus MPC Capital seit drei Jahren aufgelegt hat, wird rückabgewickelt. Grund hierfür sei das Misslingen, das Platzierungsziel von rund 36,7 Millionen US-Dollar zu erreichen. Das Fondsvolumen sollte sich neben den 36,7 Millionen Dollar Eigenkapital aus 61 Millionen US-Dollar Fremdkapital sowie einem Gründungsgesellschafter Beitrag von 60 Tausend US-Dollar zusammensetzten.

Das Anlegerfreundliche Konzept des Hamburger Emissionshaus MPC Capital

Das Ausschüttungs-Turbo-Konzept des Hamburger Emissionshaus MPC Capital sah so vielversprechend aus. Schon während der Erstbeschäftigung des Bulkerschiffs sollten rund zehn Prozent der Einlagen jedes Jahr ausbezahlt werden. Den Kommanditisten sollten hiervon neun Prozent in Form einer Barauszahlung zufließen, der Restbetrag sollte in ein Sicherheitendepot eingezahlt werden, welches nach der Erstbeschäftigung des Schiffes an die Anleger ausbezahlt – oder zur Tilgung verwendet werden sollte. Ermöglicht werden sollte dieses Konzept dadurch, dass der Hauptteil der Tilgung im zweiten Teil der Fondslaufzeit stattfindet. Dies hätte selbstverständlich die Ausschüttungshöhe gedämpft, was jedoch bei einem prognostizierten Gesamtmittelrückfluss, nach der Veräußerung, von 215 Prozent zu ertragen wäre.

Die Idee hinter dem Konzept war gut und sehr anlegerfreundlich. Leider ist dieses Projekt in der Umsetzung gescheitert. Erfreulich ist jedoch, dass alle Anleger ihr gezeichnetes Kapital vollumfänglich zurück erhalten sollen.

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