Wegen zu geringer Nutzung, so meldet die Düsseldorfer Börse, wird die Handels- und Informationsplattform für geschlossene Fonds, kurz GEFOX (GEschlossene FOnds eXchange) eingestellt.
Mangelnde Akzeptanz seitens der Initiatoren und die Erfüllung der gestellten Transparenzanforderungen wären Gründe gewesen, die die Akzeptanzschwierigkeiten verstärkt hätten.
Eine andere Erklärung zum Ausbleiben des Erfolgs sieht Fondsanalyst Stefan Loipfinger. Das Listing, so schreibt Loipfinger in seinem fondstelegramm wäre mit initialen Kosten von rund 70.000 Euro nicht gerade ein Schnäppchen gewesen. Zusammen mit rund 20.000 Euro laufenden, jährlichen, Kosten – welche zu einem nennenswerten Anteil auch die Ratingagentur Scope für sich vereinnahmte – kein besonders attraktives Angebot.
Hinzu käme, so Loipfinger weiter – „waren die Gutachten das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden“.
Scope ist Kritik an der eigenen Vorgehensweise mittlerweile sicherlich gewohnt. Nach der nicht zwingend nachvollziehbaren Einschätzung des KanAm Grundinvest Immobilienfonds und der daraufhin einsetzenden Kapitalflucht, die zu einer kurzfristigen Schließung des Fonds geführt hatte, war bereits schon einmal deutliche Kritik an den Expertisen des Hauses Scope geäußert worden.
Im Falle GEFOX, wie auch KanAm kann vielleicht einfach dem dem Markt vertraut werden. GEFOX ist eingestellt, der KanAm Fonds mal wieder geschlossen. Diesmal allerdings wegen zuviel Kapitalzufluss.

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