Deutlich mehr als 10 Mrd. Euro werden jedes Jahr in dem Anlagesegment geschlossene Fonds investiert. Mit nur 15 Mio. Euro gebrauchten Beteiligungen wurde die Berliner Börse Tochter Zweitmarkt Plus den Anforderungen der Muttergesellschaft nicht gerecht und wurde jetzt kurzerhand in die Abwicklung, sprich Insolvenz überführt. Dass dieses Segment durchaus mit Erfolg zu bearbeiten ist, zeigt das Konkurrenz Projekt der Hamburger Börse, die unter dem Namen Deutsche Zweitmarkt AG im gleichen Zeitraum rund 61 Mio. Euro geschlossene Beteiligungen von Anteileigner zu Anteilseigner vermittelte (es handelt sich hierbei ausschließlich um bereits platzierte Beteiligungen, keine Neuemissionen) und somit durchaus erfolgreich den Aufbaukurs der letzten Jahre fortführt.
Kein Platz für zwei Anbieter geschlossener „gebraucht“ Fonds
Noch scheint allgemein das Interesse der geschlossene Fonds Investoren an einem zwischenzeitlichen Verkauf der gehaltenen Beteiligung zu gering zu sein, als dass auf diesem langsam wachsenden Markt ausreichend Platz für zwei Anbieter wäre. Ob der Zeitpunkt der „quasi“ Geschäftsaufgabe ausgerechnet vor dem meist umsatzstarken letzten Quartal des Jahres besonders glücklich gewählt ist, sei dahingestellt – die Zukunftsaussichten scheinen sich zu sehr eingetrübt zu haben, als dass die Eigentümer den Erfolg weiter abwarten wollten.

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