Lange wurde gestritten und verhandelt, gebürgt und gebangt – genützt hat es am Ende doch nicht. Chrysler informierte heute die Öffentlichkeit über den Gang in die Insolvenz. Dieser Vorgang, im US-Amerikanischen Recht als Kapitel 11, Teil 363 (b) beschrieben (häufig kurz „Chapter Eleven“ genannt) dient vor allem dazu Vermögenswerte von Insolvenzmasse zu trennen und die letzten Ertragswerte eines Unternehmens gewinnbringend zu veräußern. Mit Stellung des Insolvenzantrags könnte auch der Weg für Fiat eröffnet werden die „brauchbaren“ Teile nebst Personal aus der Insolvenzmasse zu übernehmen. Auch wenn es dazu aus Italien bislang keine Äußerung gibt, scheint dies doch die wahrscheinlichste Lösung.

Gläubiger fanden keine Einigung bei Umschuldungsverhandlungen

Der Insolvenzantrag wurde notwendig, da sich die 46 Gläubiger des Unternehmens trotz Milliarden Bürgschaften der US-Regierung nicht auf einen neuen Umschuldungs- bzw. Finanzierungsplan einigen konnten. Ohne Einigkeit in diesem Punkt zu erlangen gab es für den Geschäftsbetrieb keine Zukunft, so dass keine weitere Rettungsoption offen blieb.
Bis zuletzt hatte sich US-Präsident Obama für eine Rettung bei Chrysler eingesetzt und Hoffnung für eine Einigung der Gläubiger verbreitet.

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